Fab

Biografie

Der Fab ist der Fab. Jeder sollte einen haben. Denn das hält jung und geistig fit. Auch hilft und lindert es bei emotionaler Verstopfung und verschlepptem Brechreiz.

Der Fab wird bei täglichem Umgang und spielerischer Beschäftigung schnell zutraulich und stubenrein und erweist sich im allgemeinen als positives, aufgeschlossenes und fröhliches Wesen. Noch nie habe ich ihn weinen gesehen, obwohl ich ihn schon so oft dazu zu bringen versuchte. Seltsam ist nur, dass, wenn er einen Text schreibt, dieser meist eher negativ und weltschmerzlich ausfällt. Dieses Phänomen lässt vermuten, dass es doch irgendwo eine dunkle Seite des Fabs gibt, weswegen man ihn nach Mitternacht aus seinen Gedanken verbannen sollte, um nicht zu implodieren.

Pure Langeweile bringt den Fab auch dazu, seine in totaler stoischer Apathie versunkene Umwelt zu motivieren, aufzumuntern und gegen jeden gebrochenen Willen im Proberaum zur gemeinsamen erquicklichen Musiktherapie erscheinen zu lassen.

Des Weiteren kommt man nicht umhin zu erwähnen, dass der Fab gegenüber seinen Artgenossen nicht mit Lob und Anerkennung geizt, falls dann doch einmal etwas gelingen sollte. Auch mit sich selbst ist er großzügig; er wird mehr und mehr von sich.

Auch besticht er durch konsequente Inkonsequenz im Umgang mit den klassischen Genussmitteln, die das Leben erst lebenswert machen.

Was den musikalischen Werdegang betrifft, trat der Fab schon früh aus dem Schatten seines geistigen Lehrers Chino und entwickelte seine ganz eigene gesangliche Identität, die er sich auf keinen Fall durch eingängige Hooklines oder Melodien verderben lässt. Nicht selten legt er eine in Ausdruck und Nuancierung doch beachtliche und überraschende Stimmtgewalt an den Tag. Dennoch lassen seine Stimmbänder keine eintönige Langeweile oder auch verlässliche Sicherheit aufkommen.

Das vorliegende Exemplar des Fab besticht des weiteren gelegentlich durch eine bestechende Naivität und kindliche Unschuld im Umgang mit und Verständnis von musikalischem Gerätschaften oder exotischen Instrumenten wie Gitarre, Bass und Schlagzeug.

Alles in Allem ist der Fab ein dufte Kerl. Würde man ihn nicht kennen, wäre man definitiv um eine Erfahrung ärmer.

Fotos

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